
Weltklassik
Der kleine rote Hengst
⏱ 3–5 Min
Gerda und Kay wuchsen Rosen in Fensterkästen, die einander gegenüber standen. Eines Tages blies ein Scherben aus einem magischen Spiegel, der die Güte hässlich erscheinen ließ, in Kays Auge. Er verspottete die Blumen und stieß seinen Freund weg. Als der Schlitten der Schneekönigin vorbeikam, blendete Kay von seinem eisigen Glanz und befestigte seinen Schlitten dahinter.
Als Kay nicht zurückkam, zog Gerda ihre roten Stiefel an und suchte. Sie entkam einem Garten, der Besucher die Zeit vergessen ließ, als ihre Rosen sie an Kay erinnerten. Ein heftiges Waldmädchen gab ihr ein Rentier, und Gerda überquerte einen Nordwind so kalt, dass Frost ihre Wimpern bedeckte. Dennoch fuhr sie fort.
Im Eispalast arrangierte Kay gefrorene Stücke zu einem Wort, das die Königin verlangt hatte. Er erinnerte sich nicht mehr ans Haus oder fühlte die Kälte. Die Schneekönigin ging, um einen Sturm zu rufen, ließ ihn in einem Saal, der schön, aber still und leer war. Gerda erreichte die Tür und rief immer wieder den Namen ihrer Freundin.
Gerda rannte um Kay. Eine warme Träne schmolz das Eis um sein Herz, und Kay weinte, bis der Spiegel schärfte, der aus seinem Auge wusch. Er erkannte seinen Freund und erinnerte sich an ihre Rosen. Zusammen arrangierten sie die Eisstücke in die Form der Liebe, und die Palasttüren öffneten sich.
Die Rentiere trugen sie durch den Wald und nach Hause. Rosen blühten noch an ihren Fenstern. Kay entschuldigte sich für seine grausamen Worte. . Wir können sie wieder zusammen pflegen, sagte Gerda. Als der nächste erste Schnee kam, bewunderten sie seine Schönheit, ohne dass seine Kälte ihre Herzen verschließt.
Die Liebe der Patienten beherrscht keine andere Person; sie hilft uns, die Güte zu erkennen, die Kälte einst verborgen hatte.
Als ein Zauberspiegel schärft, stellt Kay kalt und zieht ihn mit der Schneekönigin weg, reist Gerda weit, um ihren Freund nach Hause zu bringen.
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