
AESOPs FABLE
Androkles und der Löwe
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Neben einem breiten Fluss stand eine große Eiche, hoch und stolz, neben einem Haufen schlanker Schilf, der am Wasserrand schwankte. Die Eiche war sehr stolz auf ihren dicken Stamm und seine breiten, stabilen Äste.
Als der Wind wehte, beugten sich die Schilfstücke sanft mit ihm zusammen. Als die Eiche dies sah, lachte sie und sagte: "Ihr seid alle so schwach! Die kleinste Brise drückt euch herum. Nicht ich – ich stehe fest und lenke nie."
Das Schilf antwortete höflich: „Wir biegen einfach mit dem Wind, anstatt ihn zu bekämpfen. Aber du solltest auch vorsichtig sein, liebe Eiche — zu steif zu sein ist nicht immer gut." Trotzdem glaubte die Eiche ihnen nicht und stand immer hoch und stolz.
Eines Nachts kam ein heftiger Sturm herein, der Wind brüllte so stark, dass jeder Baum im Wald schüttelte. Das Schilf verbeugte sich, fast berührte das Wasser, während die Eiche mit all seiner Kraft gegen den Wind kämpfte und sich weigerte, sich noch ein wenig zu beugen.
Als der stärkste Ekel kam, schnappte die Eiche mit einem lauten Riss in die Mitte. Das Schilf verbeugte sich einfach mit dem Wind und sprang wieder sicher und laut nach dem Sturm. Endlich verstand die Eiche, dass das Biegen genauso stark sein kann wie standfest.
Manchmal ist das Biegen anmutig stärker als das Stehen so steif, dass man bricht.
Ein stolzer, robuster Eichenbaum verspottet das schlanke Schilf, um sich im Wind zu biegen — bis ein gewaltiger Sturm ihm lehrt, daß Flexibilität stärker sein kann als Steifigkeit.
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